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Inhalt:

Achtzig Porträts im großen Format 70x100 werden ab
dem 7. November im Agenturhaus Biberach ausgestellt. Zu sehen sind darauf
ausschließlich Menschen mit Behinderung.
Und die standen nicht nur vor der Kamera sondern auch dahinter.
Lediglich die Idee zu dem Projekt stammte von dem Fotografen Andreas Reiner, aber sonst hielt er sich
zurück: „Es was besser, wenn ich mich entfernt
habe“. Natürlich brauchte es eine kurze Einweisung in die Handhabung der Kamera. Das ging meist
erstaunlich schnell, wenn es nicht mit der Motorik
zu sehr haperte. Aber dann war der fremde Fotograf eher fehl am Platze. „Zwischen Fotograf und
Fotografiertem muss ein Vertrauensverhältnis bestehen und so waren dann auch die Paare zusammengestellt, die einander fotografierten.
Sie kannten einander. Es war dann immer klar,
wer der Chef ist, wer die Anweisungen gab.
Und alle Beteiligten waren stets voll bei der Sache,
“ sagt Reiner, der sich meist im Hintergrund hielt, nachdem er das Licht eingestellt hatte. Und:
„Das Fotografieren war ein Selbstläufer.
Die haben sich voll in Szene gesetzt, Anweisungen gegeben, wie das Modell hinstehen soll.
Ich brauchte nichts zu sagen und bin weggegangen.“
Die entstandenen Bilder hätten nicht eindrucksvoller
sein können, wenn sie ein professioneller Fotograf
geschossen hätte. Für Reiner erklärt sich das so:
„Die Behinderten haben gesehen,
dass ihre Sichtweise ernst genommen wurde. Und jeder wollte ein gutes Ergebnis.“

siehe auch Menschen, das Magazin